Rheintal rauf und runter steht das Thema Windkraft im Raum. Es gibt Befürworter und Gegner, unbestritten ist der Strombedarf, der steigt und steigt. Windräder liefern Strom, wenn es denn Wind hat. Solaranlagen liefern Strom, wenn die Sonne scheint. Wenn beides zusammenkommt, bricht das Stromnetz zusammen, und vermutlich werden die privaten Solaranlagen zuerst vom Netz genommen? Die Einspeisevergütung für Sonnenstrom ist nicht mehr der Rede wert, jetzt wird auf Windkraft gesetzt. Dahinter stehen die grossen Konzerne und es geht ums grosse Geld, notabene um Subventionen, die wir alle bezahlen.
Was meiner Meinung nach bei all diesen Diskussionen um Strom und Geld – denn eigentlich geht es nur ums Geld – völlig ausser Acht gelassen wird, ist die Natur. Unsere wunderschöne Erde, unser zauberhaftes Rheintal und die atemberaubende Schönheit einer kleinen und feinen Schweiz. Dass die Natur leidet unter unserem Strombedarf, ist unbestritten. Aber wie sehr sie unter den riesigen Windrädern leidet, das wird nirgends thematisiert – schon gar nicht von den grossen Stromkonzernen mit ihren netten Präsentationen.
Je mehr man sich mit dem Thema Windkraft beschäftigt, umso mehr rücken Nachteile in den Fokus, die man von offizieller Seite nicht erfährt. Wer sich hier umfassend informieren möchte, dem lege ich den Telegram-Kanal «Was spricht gegen Windparks» ans Herz. Auch Befürworter dürfen sich dort gerne umsehen – als Grundlage für eine sachliche Diskussion, um reale Befürchtungen von vielen Menschen verstehen zu können, die nicht gegen Windkraft sind, sondern für unsere Natur.
Es gibt für alles Studien und Gegenstudien; nicht wegdiskutieren kann man die massive Schadstoffbelastung auf unseren Boden und das Wasser. Die Natur braucht uns nicht, aber wir die Natur. Strom und Geld kann man nicht essen. Wir sind auf dem besten Wege, uns den Ast abzusägen, auf dem wir sitzen – und Windräder tragen einen grossen Teil dazu bei.
Monika Bauerschmidt, Zil 21, 9466 Sennwald
Windkraft polarisiert