Rückenwind oder Gegenwind für Sevelen? Windräder sind ein Beitrag zur Stromgewinnung. Das streitet niemand ab. Und zumindest subjektiv scheint das Rheintal dafür auch genug Wind zu haben. Mal Bise, mal Föhn. Nicht gerade einfach für solch ein Rad sich stets wechselnd darauf einzustellen. Doch passen Windräder in unser so eng besiedeltes Tal? Sie würden auf jeden Fall unser Tal so verändern, dass wir es nicht wiedererkennen. Die Lebensqualität, die bis anhin unser schönes Tal ausmachte, wäre dahin. Die Visualisierungen , die uns die Windräder zeigen sollen, sind nicht seriös, weil aus viel zu grossem Abstand gezeigt. Man sollte die Windräder zeigen, wie sie vom Saarbach aus das Tal beherrschen, oder auch nur vom Seveler Berg aus gesehen.
Selbst der Glaube in Sevelen dafür immer Strom zu haben, bleibt ein frommer Wunsch. Die Stromerzeugung erfolgt schon aus Gründen der Netzspannung im Verbund. Wenn das nicht gewährleistet ist, haben wir keinen Strom, ob sich die Räder nun drehen oder nicht. Das Rheintal ist der Gemüsegarten der Ostschweiz. Das würde durch die Windräder, deren Infrastruktur und Fundamente stark beeinträchtigt. Auch gibt es Abrieb. Nach vielen Jahren könnte es zu Bodenkontaminationen kommen, die dann als schädlich festgestellt werden. Wollen wir das? Ich bin nicht gegen Windräder. Aber unser Tal ist zu eng und zu dicht besiedelt. Windräder gehören hier nicht her.
Ludwig W. König, Ranssteinweg 8, 9475 Sevelen
Windräder gehören hier nicht her