Wohngruppen Sennwald sind nun alle unter einem Dach | W&O

Sennwald 05.07.2026

Wohngruppen Sennwald sind nun alle unter einem Dach

Der Neubau der Liegenschaft Zil wurde offiziell dem Verein Wohngruppen Sennwald übergeben. Ein kleiner Einblick in das vollendete Projekt.

Von Hansruedi Rohrer
aktualisiert am 08.07.2026

Für die Wohngruppen Sennwald markiert der Neubau im Bifig 3 als Erweiterung der Liegenschaft Zil einen wichtigen Meilenstein der Institution. Nach einer intensiven Planungs- und Bauphase entstand ein Ort, an dem die Wohngruppen alle unter einem Dach geführt werden können. Am Freitag fand die Übergabe mit einem Nachmittag der offenen Tür statt.

Felix Schmid, Präsident des Vereins Wohngruppen, eröffnete den Übergabeakt mit einer Melodie auf seinem Alphorn. Dann wandte er sich an die Gäste: «Wir dürfen heute von einem Freudentag sprechen. Mit dem Spatenstich im letzten Jahr wurde aus unserer Idee ‹WG Sennwald – alles unter einem Dach› Tag für Tag Wirklichkeit.»

 

Was an einer Strategiesitzung des Vereins vor etwas mehr als vier Jahren erstmals angedacht wurde, dürfe man heute mit grossem Stolz einweihen. Schmid verwies auf eine Stelle des damaligen Protokolls. Er verriet:

Wenn man eine Idee hat, diese zusammen mit anderen Menschen teilt und daran glaubt, miteinander etwas bewirken zu können, merkt man plötzlich, wie aus einer Idee Wirklichkeit wird.

Natürlich sei der Weg bis zur Realisierung nicht einfach so schnurgerade verlaufen. Für das  Resultat habe es viele Sitzungen, Telefonate, E-Mails gebraucht. Zudem seien Offerten eingeholt worden, man habe neben ausgearbeiteten Vorprojekten leerstehende Objekte gesucht und über die Finanzierung nachgedacht.

Der Präsident des Vereins Wohnräume blickte zurück

Hermann Thoma ist der Präsident des Vereins Wohnräume Sennwald. Dieser Verein besitzt die Gebäude und vermietet sie an den Verein Wohngruppen Sennwald. Er blickte auf das Projekt mit Start, Planung, Grundlagen und den ersten Schritten zusammen mit der Baukommission zurück. Das war im Jahr 2024.

Am 14. April 2025 wurde die Baubewilligung erteilt. Am 16. September erfolgte der Spatenstich und damit der Start der Bauphase. «Wenn man es nicht selbst gesehen hätte, könnte man kaum glauben, was innerhalb von nur zehn Monaten entstanden ist», sagte Thoma.

Dieses Ergebnis sei schliesslich nur dank der erfreulichen Zusammenarbeit aller Beteiligten möglich geworden. Das seien engagierte Handwerkerinnen und Handwerker, eine effiziente und kompetente Baukommission, ein sehr umsichtig arbeitender Architekt und nicht zuletzt ein wertvoller Rückhalt aus der Nachbarschaft und von vielen weiteren Beteiligten gewesen.

Die Projektkosten von 1,4 Millionen Franken sind durch eine Schenkungs- und Spendenvereinbarung vollständig gedeckt. Auch der neugestaltete (frühere) Kinderspielplatz konnte durch eine Spende verwirklicht werden.

Ein sicherer Ort mit Geborgenheit

Daniel Eggenberger, ausführender Architekt (Archraum Altstätten) sprach von Stabilität, Halt, sicherem Ort, Geborgenheit. Für das Gebäude wurde der Baustoff Holz verwendet. Der Architekt sagte:

Das wiederum strahlt Wärme aus.

Im Erdgeschoss befinden sich allgemeine Räume, wie etwa der Personalraum, während im Obergeschoss die einzelnen Zimmer für die Bewohnenden untergebracht sind. Alle Zimmer besitzen die gleiche Grösse und Ausstattung. Die ganze Bauzeit sei unfallfrei verlaufen, sagte Eggenberger. Das verwendete noch helle Holz werde sich im Laufe der Zeit innen und aussen mit einer Patina etwas in der Farbe verändern.

Danach folgte die symbolische Schlüsselübergabe von Hermann Thoma an die beiden Institutions-Co-Leiterinnen Andrea Felber und Judith Frick.