Anfang September in Buchs und am vergangenen Samstag in Sargans organisierte Mintegra in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule OST zwei Forumsveranstaltungen. Ziel war es, miteinander über Integration ins Gespräch zu kommen.
Rund 100 Teilnehmende aus der ganzen Region, von Klienten aus der Sozialberatung von Mintegra bis zu Behördenvertreterinnen, tauschten sich über ihre Erfahrungen zum Zusammenleben aus und entwickelten gemeinsam Ideen für die Zukunft, heisst es in einer Medienmitteilung der Veranstalter. «Ich bin so dankbar, dass ich den Frauentreff und den Konversationskurs von Mintegra besuchen darf und sie mir bei Problemen auch im Sozialdienst helfen. Darum war es für mich selbstverständlich, dass ich an den Anlass komme und mitmache», freute sich eine Teilnehmerin über die Einladung.
Austausch über Herkunft und Aktuelles
Bereits beim interaktiven Check-in gab es viel Gesprächsstoff, und die Gäste tauschten sich über ihre unterschiedliche Herkunft aus. In den zweieinhalb Stunden stand das Zusammenleben am Wohnort im Zentrum: Wie erlebt man die Nachbarschaft, was läuft gut, wo gibt es Verbesserungspotenzial – und was kann man selbst zu einer gelingenden Integration beitragen?
Den Kern des Anlasses bildete ein moderierter Austausch. In Kleingruppen, begleitet von Tischmoderation und Dolmetscherinnen, wurde zunächst eine Bestandsaufnahme erarbeitet; die wichtigsten Sonnen- und Schattenseiten wurden anschliessend im Plenum gesammelt. In einer zweiten Runde ging es um konkrete Verbesserungsideen – und darum, welchen Beitrag jede und jeder Einzelne oder die Stiftung Mintegra dazu leisten kann.
Auch kritische Themen auf dem Tisch
Auch kritische Themen kamen dabei aufs Papier, wie z.B. alle Involvierten beim Thema Integration stärker in die Pflicht zu nehmen – oder dass es schwierig ist, den Einstieg in die Berufswelt zu finden oder am neuen Wohnort wirkliche Freundschaften zu schliessen. Die sehr positive Grundstimmung an beiden Anlässen machte aber Lust auf mehr: Viele Teilnehmende verpflichteten sich, gemeinsam mit Mintegra an den Themen oder Projektideen dranzubleiben. «Wie offen die Leute hier an den Tischen über ihre Erfahrungen gesprochen haben, beeindruckt mich. Ein offenes Zugehen aufeinander und einfache Begegnungsangebote können manchmal mehr bewirken, als man im Alltag denkt», bilanzierte eine Sozialarbeiterin nach dem Anlass.
Den Abschluss bildeten eine Zusammenfassung und die Einordnung der Workshop-Ergebnisse. Sie sollen nun in die Weiterentwicklung der Integrationsangebote der Stiftung Mintegra und der Gemeinden in der Region einfliessen. Das grosse Engagement der Teilnehmenden ist dabei eine wichtige Ressource.
An Jubiläumsanlass der Mintegra die Integration weitergedacht