Das alte Schema vom Feind im Osten, dem sich die freie Welt entgegenstellen müsse, verfängt gerade jetzt nicht mehr. Aktuell müssen wir ja sehen, dass wir bei unseren Rüstungsprojekten von der «freien Welt» ennet dem Atlantik und seinem Kriegspartner und Freund Israel nicht über den Tisch gezogen werden. Wie diese Mächte Freiheit, Demokratie und Frieden verstehen, zeigte sich schon beim Treffen Putin/Biden in Genf, als er, statt über den Truppenrückzug Russlands zu verhandeln, dem schäumenden Putin oberlehrerhaft die demokratischen Prinzipien in Sachen Osterweiterung der Nato erklärte.
Inzwischen kann man nicht mehr unterscheiden, auf welcher Seite der grössere Gangster ist. Es ist deshalb eine ziemlich böse Unterstellung der Gegner der Neutralitätsinitiative, man stärke damit den Angreifer Putin, wo doch der wichtigste Gegenspieler (das Nato-Mitglied Amerika, vereint mit dem Freund im Osten) sich über alle Regeln des Völkerrechts hinwegsetzt, sich als Kriegsgewinnler betätigt und die «freie» Welt in eine Krise stürzt.
Die Neutralitätsinitiative schränkt die Schweiz nicht ein – sie ist das richtige Signal nach innen und nach aussen; darum ein Ja zur Neutralitätsinitiative.
Heinrich Tinner, Brand 1, 9468 Sax
Initiative schränkt die Schweiz nicht ein