148 Stimmberechtigte der Ortsgemeinde Grabs (das entspricht gut 7 Prozent aller Stimmberechtigten) und drei Gäste fanden sich am 30. März zur Bürgerversammlung im evangelischen Kirchgemeindehaus ein. Wie die Ortsgemeinde schreibt, führte Präsident Ulrich Sturzenegger durch die Traktandenliste. Das operative Ergebnis der Erfolgsrechnung 2025 weist einen Aufwandüberschuss von rund 35’250 Franken aus. Die Investitionen für die Projektierung der Alpwasserversorgung Ischlawiz beliefen sich auf gut 15’320 Franken.
Das Budget 2026 rechnet bei einem Aufwand von etwa 666’080 Franken und einem Ertrag von 631’290 Franken mit einem Aufwandüberschuss von gut 34’790 Franken. Dieser soll mit einem Bezug vom Eigenkapital gedeckt werden. Per 31. Dezember 2025 weist die Ortsgemeinde Grabs samt Reserven von 130’000 und ein Eigenkapital von rund 3,985 Millionen Franken aus.
Tier- und Pflanzenarten gezielt fördern
Die anwesenden Ortsbürger und Ortsbürgerinnen genehmigten sowohl die Jahresrechnung als auch das Budget ohne Gegenstimme. Interessiert hätten die Anwesenden den Ausführungen des Präsidenten bezüglich der Errichtung eines Waldreservates im Gebiet Neuenalp-Stein gelauscht. Dieses hat zum Ziel, gewisse Tier- und Pflanzenarten mit gezielten Eingriffen zu fördern. Diese Arbeiten dürfen, wie schon im Reservat Moosbühel, durch die Forstgemeinschaft Grabus ausgeführt werden.
Erneut durfte der Ortsgemeindepräsident von einem sehr guten Rechnungsergebnis der Forstgemeinschaft Grabus, dem gemeinsamen Forstbetrieb der Ortsgemeinden Grabs, Buchs und Sevelen, berichten. Auch durfte er bekannt geben, dass der bisherige Betriebsleiter Andreas Eggenberger seine Funktion an Ivo Pfiffner weitergibt.
Neues System für Wasserversorgung im Gamperfin
Nach den Ausführungen des Präsidenten sei die allgemeine Umfrage von einem Bürger genutzt worden, um die Alpwasserversorgung im Gamperfin genauer erklärt zu bekommen. Da die Trinkwasseraufbereitung noch nicht wie gewünscht funktioniert, wird im Sommer ein neues System zum Einsatz kommen. Dieses System wird in Afrika benutzt, sein Vorteil ist, dass es ohne Strom und Chemie auskommt. Es wird durch eine österreichische Firma produziert und ist in der Schweiz noch nicht bekannt.
Im Anschluss an die Versammlung waren die Teilnehmer zu einem Nachtessen aus der Küche des Stütlihus eingeladen.
Neues Waldreservat und Wasserversorgung Gamperfin im Fokus