Neurodivergenz im Fokus: Schulsozialarbeitende trafen sich | W&O

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Neurodivergenz im Fokus: Schulsozialarbeitende trafen sich

Am 16. September fand in der Aula des Oberstufenzentrums Flös der diesjährige Fachaustausch Ost der Schulsozialarbeit statt.

Von W&O/PD
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Organisiert wurde der Anlass vom Fachteam der Schulsozialarbeit Werdenberg. Gemäss einer Mitteilung nahmen rund 100 Schulsozialarbeitende aus der Ostschweiz am dreistündigen Fachaustausch teil.

Im Mittelpunkt stand das Thema Neurodivergenz bei Kindern und Jugendlichen, insbesondere Autismus und ADHS. Unter dem Titel «Neuroinklusiv wahrnehmen und handeln im multiprofessionellen Team – Schulsozialarbeit als Ressource für Kind, Schule und Eltern bei Neurodivergenz und Stress» wurde der Blick auf die Wahrnehmungs- und Denkprozesse neurodivergenter Kinder und Jugendlicher sowie auf deren Bedeutung für den Schulalltag gerichtet.

Keine voreiligen Schlüsse ziehen

Durch den Nachmittag führten die Autismusfachpersonen Sandra Kamm Jehli und Andrea Kohler-Schenk. Die beiden Referentinnen, die auch gemeinsam tätig sind, brachten ihre unterschiedlichen Erfahrungen aus dem schulischen und familiären Kontext ein. In ihrem einführenden Referat beleuchteten sie Besonderheiten neurodivergenter Wahrnehmung und zeigten auf, weshalb Verhalten in der Schule nicht vorschnell interpretiert werden sollte.

 

Dabei wurde deutlich, dass neurodivergente Kinder und Jugendliche den Schulalltag auf vielfältige Weise erleben und ihre Bedürfnisse eine differenzierte Wahrnehmung und passende Unterstützung erfordern. Die Schulsozialarbeit trage daher eine wichtige Rolle als Schnittstelle zwischen Kind, Eltern, Schule und weiteren Fachpersonen.

Workshops boten Raum zum Austausch

Im Anschluss wurden die fachlichen Impulse in verschiedenen Workshops vertieft. Die Teilnehmenden setzten sich aktiv mit Neurodiversität, Stress und Regulation sowie der Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team auseinander. Die Workshops hätten Raum geboten, eigene Erfahrungen aus der Praxis einzubringen, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und konkrete Fragestellungen zu diskutieren.

Im Zentrum stand die Frage, wie Kinder und Jugendliche ressourcenorientiert begleitet und wie tragfähige Lösungen gemeinsam mit Eltern, Lehrpersonen und weiteren Fachstellen entwickelt werden können.