Am 29. November 2026 soll das Schweizer Volk zu einem Feuerwerksverbot Stellung nehmen. Dabei möchte eine Gruppierung unter dem Deckmantel des Tierschutzes und des Umweltschutzes uns mit einem weit überzogenen Gesetzestext in unserer Freiheit bevormunden. Natürlich soll man über Sinn oder Unsinn von Feuerwerk diskutieren dürfen. Aber der Vorschlag ist so unausgewogen, dass auch der Bundesrat der Meinung ist, der geht zu weit.
Nicht einmal am Nationalfeiertag sowie an Silvester soll man noch in der herkömmlichen Weise Feuerwerk benützen dürfen. Lediglich bengalische Zündhölzer und etwa ein Vulkan sollen noch bewilligt werden. Für mich ist das, wie wenn ich den Befürwortern des Feuerwerksverbots vorschlagen würde, in Zukunft beim Gassigehen nur noch die Leine in die Hand nehmen zu dürfen, der Hund muss aber zu Hause bleiben. Haben diese Pseudoumweltverbesserer die Fähigkeit verloren, an zwei Tagen im Jahr ihre Lieblinge während weniger Stunden so vor den Unannehmlichkeiten zu schützen, dass die bei geschlossenen Fenstern dies nur in einem erträglichen Rahmen miterleben müssen?
Wenn es den Befürwortern effektiv um Lärm- und Umweltschutz geht, habe ich einen Vorschlag, der über 365 Tage wirkt. Fahrt in Zukunft nicht mit eurem mit Hunden gefüllten Auto ins Riet und lasst diese dann herumkacken oder allenfalls den in Plastiksäcklein eingesammelten Hundedreck an jedem Ort respektive an einem Holzhag aufgehängt zurück. Diese müssen dann mühsam von Gemeindearbeitern eingesammelt werden, weil einigen Hundebesitzern das Pflichtbewusstsein fehlt, diese bis zum nächsten Robidog zu bringen.
Bedenkt auch, wie viele Leute sich am Gebell eures Hundes ärgern müssen, weil ihr diesen während der Arbeitszeit zu Hause lassen müsst. Auch ärgere ich mich, wenn eine Person, wenn möglich mit bis zu vier Hunden an den Leinen, das ganze Trottoir beansprucht und dabei nicht bemerkt, dass das Kleinkind mit dem Fahrrad in Panik gerät. Ich liebe Tiere, das Wohl der Menschen gewichte ich jedoch wesentlich höher. Ich weiss, nur auf einen kleinen Teil der Tierliebhaber treffen vorhin erwähnte Anschuldigungen zu, aber genauso verhält es sich mit denjenigen Leuten, die zu Unzeiten Feuerwerk zünden.
Liebe Bürger, lassen wir uns nicht durch die fadenscheinige Begründung zum Feuerwerksverbot in die Irre führen. Akzeptieren wir keine weitere Bevormundung und legen daher ein klares Nein zur Vorlage in die Urne.
Willi Schertenleib, Hinderdorf 2, 9468 Sax
Weshalb die Abstimmung zum Feuerwerksverbot ein klares Nein verdient