«Die Region Werdenberg hat sich als attraktiver Wohnstandort für Haushalte etabliert, die eine gute Erreichbarkeit grösserer Arbeitsmärkte mit erschwinglichem Wohneigentum in naturnahen Wohnlagen verbinden möchten» – zu diesem Schluss kommt die St.Galler Kantonalbank AG in ihrem neusten Immobilienmarktbericht.
Der Zuzug sowohl aus dem Ausland als auch aus anderen Kantonen wie Zürich und Schwyz habe die Preise von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern in den vergangenen Jahren zum Teil stark nach oben getrieben. Zwar stiegen die Preise Anfang 2026 weiter an, allerdings hat sich das Wachstum gegenüber den Vorjahren deutlich abgeschwächt.
Wohnungsangebot ist nur marginal gewachsen
In der Region Werdenberg hat das Angebot an Wohneigentum zuletzt leicht zugenommen, heisst es im Bericht. Dennoch lagen die Angebotsziffern im 1. Quartal 2026 mit 3,2 Prozent bei den Eigentumswohnungen und 1,7 Prozent bei den Einfamilienhäusern weiterhin unter den Schweizer Durchschnittswerten von 3,9 Prozent beziehungsweise 2,7 Prozent.
Gleichzeitig deuteten die tiefen Baubewilligungszahlen auf eine gleichbleibend geringe Neubautätigkeit hin: In den vergangenen zwölf Monaten wurden in dieser Region lediglich rund 43 Eigentumswohnungen und 23 Einfamilienhäuser bewilligt. Beide Werte liegen markant unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.
Trotz reger Nachfrage hat sich die Preisdynamik am Eigenheimmarkt in der Region Werdenberg weiter abgeschwächt. Bei den Einfamilienhäusern verzeichneten im 1. Quartal 2026 nur noch die Gemeinden Sennwald und Buchs nennenswerte Preisanstiege von 7,2 Prozent beziehungsweise 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr; in den übrigen Gemeinden stagnierten die Preise oder gingen leicht zurück.
Auch bei den Eigentumswohnungen verlangsamte sich die Entwicklung: Der mittlere Transaktionspreis lag 2,4 Prozent über dem Vorjahr und damit nur noch knapp halb so hoch wie im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.
Nachfrage nach Eigenheimen weiter gross
Wohneigentum dürfte in der Region Werdenberg auch künftig auf reges Interesse stossen. Zwar wird hier das Bevölkerungswachstum im Jahr 2026 voraussichtlich geringer ausfallen als in den Vorjahren, dennoch ist mit einer robusten Eigenheimnachfrage zu rechnen.
Gestützt werde diese durch immer noch moderate Preisniveaus, die tiefen Hypothekarzinsen und die damit verbundenen vorteilhaften Finanzierungskonditionen. Das dürfte weiterhin leichten Aufwärtsdruck auf die Preise ausüben, schreibt die Kantonalbank. Dies, weil das Angebot aufgrund der moderaten Bautätigkeit begrenzt bleiben wird.
Wohnungspreise in der Region stagnieren fast in allen Gemeinden