Leserbrief: «Monotheistische Extremisten», Ausgabe vom 9. April
Man kann es im «Islamic-Iranian Blueprint for progress» lesen: Ein antiwestliches Programm Irans für die nächsten Dekaden mit dem Ziel der Vorherrschaft, erst lokal, letztlich global, selbstredend mit Unterstützung der Knechte Hamas und Hizbollah und Huthi, selbstredend mit Ziel der Vernichtung Israels, das sich mehr oder weniger seit Nasser im Krieg befindet.
Man kann, nein, man muss Trumps erratische Politik kritisieren. Ein Segen, sollten die Demokraten die Mid-Terms gewinnen. Man kann, nein, man muss die Netanjahu-Katz-Smotrich-Regierung kritisieren, die kompromisslos ihr Heil sucht. Aber – wie Otto Ackermann die israelische Regierung beinahe mit der Verbrecherbande der Revolutionsgarden Irans gleichsam zu vergleichen, das scheint mir massiv übertrieben.
Der sogenannte Westen, vorab die Linke, gefällt sich im Israel-bashing (From the river to the sea)
Sie will nicht wahrhaben, dass Irans Schergen, die Tausende und Tausende ihrer eigenen Landsleute massakrierten, für Jina Mahsa Aminis Tod verantwortlich waren, Israels Untergang beschlossen haben, bekämpft werden sollten, selbst wenn die Mittel nicht grad demokratisch-lupenrein sind.
Sie will nicht wahrhaben, dass sowohl in den USA, als auch in Israel demokratische Regierungen am Werk sind, gewählt vom Volk, ob’s nun einem passt oder nicht. Sie will nicht wahrhaben, dass Kriege immer furchtbar und schrecklich und dreckig sind. Auch dieser! Wenn sich Feiglinge in Spitälern, Kitas oder Einkaufsläden einrichten, wird der Schaden beim Angriff grauenhaft sein, die Presse-Bilder mit den schreienden Kindern auch. Auch den 7. Oktober 2023 sollte nicht vergessen werden. Ja, man weiss es: Yair Golan und andere kritisieren die israelische Regierung auch scharf. Dass die das dürfen!
Johannes Hugentobler, Pradaweg 8, 9479 Oberschan
Ein fragwürdiger Vergleich