Es wird hitzig am 14. Juni | W&O

Buchs 03.06.2026

Es wird hitzig am 14. Juni

Leserbriefschreiberin Dorine Schruf vertritt klare Haltungen für den umfangreichen Abstimmungssonntag am 14. Juni.

Von Dorine Schruf
aktualisiert am 03.06.2026

Am 14. Juni stehen wichtige Entscheidungen an. Die Vorlagen betreffen zentrale Fragen für die Zukunft unseres Kantons und unserer Gemeinden. Für mich ist klar: Die SVP-Initiative und das neue Zivildienstgesetz gehören abgelehnt. Das Kinderbetreuungsgesetz sowie der Verpflichtungskredit für den neuen Schulraum am OZ Flös in Buchs verdienen dagegen ein überzeugtes Ja.

Die SVP-Initiative setzt einmal mehr auf einfache Parolen statt auf tragfähige Lösungen. Sie schürt Misstrauen und Ängste, spaltet unsere Gesellschaft und gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Herausforderungen unserer Zeit lösen wir nicht mit Abschottung und einer zunehmenden Verinselung der Schweiz innerhalb Europas, sondern mit Vernunft, Verantwortung und Zusammenarbeit. Unsere Region und unsere Wirtschaft sind auf Offenheit, Stabilität und verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen. Es braucht pragmatische Politik statt populistischer Schnellschüsse.

Auch das neue Zivildienstgesetz überzeugt nicht. Statt Klarheit zu schaffen, bringt es neue Unsicherheiten und zusätzlichen bürokratischen Aufwand. Gute Gesetze müssen verständlich, praktikabel und ausgewogen sein. Diese Vorlage droht jedoch, mehr Probleme zu schaffen als zu lösen. Eine schrittweise Aushöhlung des Zivildienstes darf nicht zur Normalität werden. Darum braucht es hier ein klares Nein.

Ganz anders beim Kinderbetreuungsgesetz: Dieses Gesetz ist eine Investition in Familien, Kinder, Gleichstellung und die Zukunft unseres Kantons. Gute und bezahlbare Kinderbetreuung – unabhängig davon, in welcher Gemeinde man lebt – entlastet Eltern, verbessert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und stärkt die Chancengleichheit. Gleichzeitig hilft sie, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Wer Familien stärken und die wirtschaftliche Zukunft sichern will, stimmt Ja.

Für Buchs ist zudem die Abstimmung über den Verpflichtungskredit für den neuen Schulraum am OZ Flös von grosser Bedeutung. Der Platzmangel ist real, die zukünftigen Schülerinnen und Schüler sind bereits geboren, und moderne sowie ausreichend grosse Lernräume sind unverzichtbar. An zahlreichen Informationsveranstaltungen sowie mit dem Bericht und dem Erklärvideo bestand ausreichend Gelegenheit, sich umfassend zu informieren. Dabei wurde deutlich: Niemand sprach von Luxus oder «vergoldeten Wasserhähnen». Die geplanten Standards wurden pragmatisch gewählt, und gleichzeitig wurde eine Nutzung für die Gesamtbevölkerung mitgedacht.

Gute Bildung ist die wichtigste Grundlage für eine starke Zukunft. Wer heute am Schulraum spart, bezahlt morgen doppelt.

Dorine Schruf, Mooshalde 4, 9470 Buchs