Am 14. Juni stimmen wir über einen Verpflichtungskredit von 36 Millionen Franken für die Erweiterung des Oberstufenzentrums Flös ab. Ein stolzer Betrag, der schon hinterfragt werden darf. Die Gemeinde Buchs kann ja nicht auf Geldreserven zurückgreifen. Es muss Fremdkapital aufgenommen werden oder, anders gesagt, es müssen Schulden gemacht werden.
Da frägt es sich schon: Geht es nicht günstiger? Dass Buchs zusätzlichen Schulraum benötigt, ist unbestritten. Aber ist es richtig aufgrund von Annahmen auf Vorrat zu bauen? Wie entwickeln sich die Schülerzahlen? Hält die Zuwanderung – egal ob von Fachkräften oder Familiennachzüglern – in diesem Umfang an?
Gerade im Hinblick auf diese ungewisse Entwicklung und die mit einem Schulhausneubau unweigerliche Verschuldung ist vielleicht ein nüchterner Zweckbau, der sich auf das Notwendige beschränkt, zielführender und im Hinblick auf die Gemeindefinanzen richtiger. Im Gutachten werden keine Angaben über die Finanzierung und deren Auswirkungen auf die Gemeindefinanzen gemacht.
Vielleicht entspricht meine Ansicht nicht mehr der heutigen Denkweise, aber ich meine, wenn man etwas bauen möchte, muss man wissen, ob man sich das auch leisten kann. Wenn der Verpflichtungskredit von 36 Millionen eine Steuererhöhung zur Folge hat, müsste das ehrlicherweise im Gutachten bekannt gegeben werden. Oder heisst es dann später einfach: Ihr habt dem Kredit zugestimmt, und jetzt ist eine Steuererhöhung notwendig. Darum mein Fazit: Diese Vorlage verdient ein Nein.
Ernst Lippuner, Wiedenhofweg 9, 9470 Buchs
Gedanken zum Gutachten OZ Flös