Am 14. Juni sagte die Sennwalder Stimmbevölkerung deutlich Nein zum 28-Millionen-Projekt für den Neubau der Doppelmehrzweckhalle Türggenau in Salez. Gestützt auf den früheren Grundsatzbeschluss der Bürgerschaft für den Standort im Süden des Schulhauses und den Hallentyp A hält der Gemeinderat grundsätzlich am Projekt fest. Er passt jedoch das Realisierungsmodell und die Kostenstruktur an, wie es in den Gemeinderatsverhandlungen vom September heisst.
Fortführung unter strenger Kostenbegrenzung
Der Gemeinderat hat beschlossen, das Vorhaben mit einer deutlich strikteren Kostenbegrenzung weiterzuverfolgen. Für die Gesamtrealisierung inklusive des Landerwerbs (1,76 Mio. Franken) und der Aussensportanlagen wird ein verbindliches und garantiertes Kostendach von maximal 20 Millionen Franken inklusive Mehrwertsteuern festgelegt.
Um die finanzielle Belastung und das Kostenrisiko für die Gemeinde optimal zu steuern, erfolgt die Vergabe künftig über ein Totalunternehmermandat (TU) im selektiven oder offenen Verfahren nach dem öffentlichen Beschaffungswesen. Der bisherige Architektenzuschlag (ARGE Cukrowicz Nachbaur Ghisleni) gelangt infolge der Kreditablehnung durch die Bürgerschaft nicht zur Ausführung. Die Wettbewerbskommission wird aufgelöst.
Berücksichtigung des lokalen Gewerbes
Um das lokale Gewerbe bestmöglich einzubinden und gleichzeitig das staatsvertragsrechtliche Gleichbehandlungsgebot einzuhalten, wird im TU-Vertrag eine verbindliche «Zwischenrunde» verankert, wie es in den Gemeinderatsverhandlungen heisst. Dabei erhalten ortsansässige Unternehmen die Möglichkeit, den Angebotspreis des günstigsten Anbieters anzunehmen und den Zuschlag zu Konkurrenzpreisen zu erhalten.
Nach der Einholung von Offerten für die fachliche Begleitung der Ausschreibung wird ein entsprechender Kredit ins Budget 2027 eingestellt.
Kostendach von 20 Millionen für neue Doppelhalle