Vor zehn Jahren wurde der Verein Maisha Mema gegründet, um im Nordwesten Tansanias ein Gesundheitszentrum zu errichten (der W&O berichtete). Was als bescheidene Nothilfestation begann, ist inzwischen zu einem Zentrum für Hilfesuchende aller Art geworden. Grund genug, sich mit einem würdigen Fest über das Erreichte zu freuen.
Am Samstag war wieder einmal Betrieb auf dem Platz vor der Grabser Kirche. Exotische Düfte aus den Kochpfannen verbreiteten sich, an Ständen wurden farbige Batikkleider angeboten und regelmässig war fremde Trommelmusik zu hören, so mitreissend, dass es jedes Mal zu einer Tanzeinlage der Gäste zusammen mit den Musikern kam. «Spätestens da wurde klar: Hier wird afrikanisch gefeiert», schreibt der Verein in einer Mitteilung. Frohe Stimmung, angenehmes Sommerwetter, kühle Getränke und kulinarische Angebote luden die Gäste zum Verweilen ein.
Das gemütliche Zusammensein stand im Mittelpunkt. Menschen, welche die Dispensary besucht hatten, trafen Gäste, die das Hilfswerk kaum kannten. Gönner und regelmässige Spenderinnen kamen ins Gespräch mit Leuten, die sich einfach einmal über das Hilfswerk informieren wollten. Zum Gelingen des Anlasses trugen die fünf afrikanischen Männer mit ihren Kochkünsten, Trommeleinlagen und Tänzen viel bei, heisst es weiter.
Dokumentarfilm zog Gäste in seinen Bann
Eine Ausstellung in der Kirche präsentierte die verschiedenen Hilfeleistungen der Krankenstation und ein speziell für diesen Anlass gedrehter Film zeigte, welch ein Umfang an Gebäuden und Infrastruktur dafür benötigt wird. Besonderen Eindruck hätten die Interviews mit Menschen gemacht, die aus grosser Hoffnungslosigkeit den Weg zu einem guten und gesunden Leben finden durften. Als im Anschluss an den Gottesdienst vom Sonntag der Film nochmals gezeigt wurde, blieben die Besucherinnen und Besucher bis zum Schluss gebannt sitzen.
«Es ist erstaunlich, welch grossartige Leistungen die unbezahlten Freiwilligen des Vereins zustande bringen, mit wie viel Herz und Fachwissen sich das Team von rund dreissig Mitarbeitenden in Tansania engagiert und wie sehr die grosse Hingabe der Leiterin Bettina Kuria-Isler Trost, Zuversicht und oft Heilung bringen kann», schreibt der Verein.
Das Hilfswerk Maisha Mema lebt weitgehend von Spenden. Weil der Erlös des Anlasses Menschen zugutekommt, die wirklich arm sind, zeigten sich alle Gäste sehr grosszügig. Zudem freut sich der Verein, dass auch beim kommenden Grabser Zweistundelauf für Maisha Mema gesammelt wird.
Maisha Mema Foundation Tansania feierte Jubiläum