Stadtrat hat den Kompass verloren | W&O

Buchs 06.05.2026

Stadtrat hat den Kompass verloren

Ein siebenstöckiges Gebäude für altersgerechte Wohnungen: Für Leserbriefschreiber Paul Haltinner ein Unding. Ausserdem stösst ihm das in Auftrag gegebene Architekturbüro sauer auf.

Von Paul Haltinner
aktualisiert am 06.05.2026

Auf dem Grundstück der bestehenden Alterswohnungen Wetti sollen mit einem Monument (Architektendenkmal) 26 zusätzliche, altersgerechte Wohnungen zusammen mit den erforderlichen Nebenräumen und TG erstellt werden. Dies mit einem für Anstösser störenden Siebengeschösser.

Als Alternative wurde den Genossen wie auch der Stadtverwaltung eine Studie unterbreitet, welche auf demselben Grundstück die Möglichkeit zur Schaffung von 65 analogen Wohneinheiten ermöglicht. Bei der angedachten und genehmigten Höhe gar 85. Die Verantwortlichen haben tatsächlich den Kompass verloren!

Im Sinne einheimischer Architekten geht die Kritik auch an die Vergabe des Auftrages an ein liechtensteinisches Architekturbüro. Das FL bietet genügend und überdies komfortablere Möglichkeiten zur Unterbringung der Älteren.

Warum die Stadtverwaltung als vertraulicher und gesetzlicher Vertreter der Steuerzahler sich nicht einmal die Mühe machte, die Vergleichsstudie mit Respekt gegenüber der Natur und noch vorhandenem Bauland auch wirtschaftlich zu prüfen, schreit nach «Vetterliwirtschaft», lässt die Vermutung persönlicher Interessen aufkommen und vernachlässigt einheimische Architekten.

Paul Haltinner, Sonnmattweg 27, 9470 Werdenberg