Verein Agglomeration Werdenberg Liechtenstein gescheitert! | W&O

Region vor 4 Stunden

Verein Agglomeration Werdenberg Liechtenstein gescheitert!

Aus Sicht von Jürg Dommer braucht die Region fähigere Führungsköpfe, um im Wettbewerb mit anderen Regionen nicht weiter den Anschluss zu verlieren.

Von Jürg Dommer
aktualisiert vor 4 Stunden

«Agglo-Programm gescheitert: Mitte Buchs fordert Konsequenzen», Ausgabe vom 11. August

Mit guten Gründen fordert die Mitte Buchs in einer Medienmitteilung, nach dem Scheitern des Agglo-Projekts beim Vereinsvorstand der Agglomeration Werdenberg Liechtenstein für Konsequenzen zu sorgen. Das Agglomerationsprogramm des Bundes stellt für regionale Infrastrukturprojekte erhebliche Mittel zur Verfügung. Beim 4. Programm machte die Region nicht mit, und beim 5. Programm schafft es der Verein unter Leitung des Buchser Stadtpräsidenten nicht einmal, die Grundanforderungen für eine Prüfung zu erfüllen – als schweizweit einziges Projekt! Da gibt es keine Schönschreibung. Das heisst Scheitern auf der ganzen Linie. Und man fragt sich, wie sich unsere Region im Wettbewerb mit anderen Regionen, die es ganz offensichtlich besser machen und besser können, entwickeln soll. Meine Sicht: Wir brauchen besseres Personal, wenn wir Erfolg haben wollen.

Versagt hat nicht nur der Vereinsvorstand, versagt hat auch unsere Regionalzeitung, der «Werdenberger & Obertoggenburger». Er hat sich damit begnügt, die verharmlosende Medienmitteilung des Vereins zu veröffentlichen. Kein Nachfassen, kein Nachfragen. Anders das «Liechtensteiner Vaterland», welches das Thema redaktionell aufbereitete und kritische Fragen stellte. In der Buchser Redaktionsstube des W&O fehlt es offenbar an der Fähigkeit und am Willen, politisch relevante Sachverhalte zu erkennen und aufzugreifen. Man schmückt sich gerne mit dem Prädikat «Vierte Gewalt». Tatsächlich handelt die Zeitung nur als Sprachrohr der Behörde. Auf eine solche «Berichterstattung» lässt sich füglich verzichten. Sie hat auch keine Presseförderung verdient. Die Newsletter der Gemeinden und Institutionen genügen, wenn man erfahren will, was der Bürger und die Bürgerin nach deren Willen erfahren sollen. Schade, die Region hätte Besseres verdient – und auch nötig.
 
Jürg Dommer, Volksgartenstrasse 32, 9470 Buchs