Verhinderungsinitiative kommt als Etikettenschwindel daher | W&O

Sevelen vor 14 Stunden

Verhinderungsinitiative kommt als Etikettenschwindel daher

Aus Sicht von Andi Götz ist der Name der Initiative «Windkraft Ja – mit Anstandsabstand» verwirrend.

Von Andi Götz
aktualisiert vor 14 Stunden

Eine Gruppierung von eingefleischten Windkraftgegnern aus Sevelen hat eine Volksinitiative eingereicht, die frontal gegen Windkraft in Sevelen gerichtet ist. Dabei hat sie sich den schlechten Scherz erlaubt, den Titel der Initiative mit «Windkraft Ja» zu beginnen; der Name wird zwar durch den Zusatz «mit Anstandsabstand» relativiert, aber es bleibt ein Etikettenschwindel und verwirrt die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger. 

Würde die Initiative angenommen und könnte sie in Kraft treten, dann wäre am geplanten Standort in Sevelen ein einziges, viel zu kleines Windrad möglich; es würde etwa ein Drittel des Stroms produzieren, den jedes einzelne der drei geplanten Windräder liefern würde. Die Initianten wissen genau, dass niemand so etwas bauen würde. Und das ist genau das, was sie wollen: Windkraft in Sevelen ein für alle Mal bodigen. 

Dass sie damit die Energiewende verhindern, ist verantwortungslos und geht zulasten der Zukunft unserer Kinder und Enkel. Dass sie damit die Abhängigkeit von Despoten wie Putin zementieren, ist wirtschaftlich unsinnig und moralisch verwerflich. Die Argumente der Windkraftgegner sind veraltet und wissenschaftlich widerlegt. Strenge Gesetze und seriöse Umweltverträglichkeitsprüfungen schützen Mensch und Natur. 

Wir Sevelerinnen und Seveler können gemeinsam zum Nutzen von uns allen hier vor Ort günstigen und sauberen Strom produzieren. Die Initianten wollen das verhindern und haben lieber Gas aus Russland und Öl aus Saudi-Arabien als Windstrom aus Sevelen. Darum sage ich am 14. Juni Nein zur Verhinderungsinitiative.

Andi Götz, Verein Rückenwind Sevelen, Schulweg 9, 9475 Sevelen