Windkraft: Weitsicht und Mut | W&O

Sevelen vor 2 Stunden

Windkraft: Weitsicht und Mut

Fortschritt sei schon immer mit Veränderungen verbunden gewesen, schreibt Hansjakob Engler in einem Leserbrief. Er empfiehlt, die Initiative «Windkraft ja – mit Anstands-Abstand» abzulehnen.

Von Hansjakob Engler
aktualisiert vor 2 Stunden

Die Diskussion über Windräder in Sevelen ist oft von Sorgen und Widerstand geprägt. Dabei gerät leicht in den Hintergrund, dass eine nachhaltige und unabhängige Energieversorgung nicht einfach von selbst entsteht. Wenn wir auch in Zukunft sicher und regional mit Energie versorgt sein wollen, braucht es die Bereitschaft, neue Lösungen zu prüfen – auch bei uns vor Ort. 

Windkraft ist nicht die einzige Lösung, aber ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Energieversorgung. Gerade in Zeiten steigender Energiepreise und unsicherer Versorgung sollten wir die Chancen nutzen, die sich auch in unserer Region bieten. Moderne Windräder produzieren sauberen Strom, stärken die regionale Versorgung und leisten einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz. 

Natürlich müssen die Anliegen der Bevölkerung ernst genommen werden. Eine sorgfältige Standortwahl, Rücksicht auf Natur und Landschaft sowie transparente Informationen zu Lärm, Umwelt und Auswirkungen auf die Bevölkerung sind entscheidend. Doch eine pauschale Ablehnung bringt uns nicht weiter. Fortschritt war schon immer mit Veränderungen verbunden. 

Sevelen hat die Chance, Verantwortung zu übernehmen und ein Zeichen für eine nachhaltige und unabhängige Energiezukunft zu setzen. Dafür braucht es nicht Angst, sondern Weitsicht und Mut. Deshalb: ein Nein am 14. Juni.

Hansjakob Engler, Glathalden 11, 9475 Sevelen