Zwei Frauen bei Messerangriff in Wohnung getötet – 7-jähriges Kind und mutmasslicher Täter im Spital | W&O

Urnäsch vor 3 Stunden

Zwei Frauen bei Messerangriff in Wohnung getötet – 7-jähriges Kind und mutmasslicher Täter im Spital

Bei einem Tötungsdelikt in einer Wohnung im Gebiet Sölzer in Urnäsch sind am Donnerstagmorgen zwei Frauen ums Leben gekommen. Ein Kind und der mutmassliche Täter wurden verletzt ins Spital gebracht.

Von pd/sae/mc
aktualisiert vor 3 Stunden

Am Donnerstag um kurz nach 8 Uhr ging bei der Notrufzentrale in Herisau die Meldung ein, dass in einer Privatwohnung in Urnäsch Personen verletzt seien. Sofort wurden der Rettungsdienst und mehrere Polizeipatrouillen entsandt. Trotz sofortiger medizinischer Hilfe starben zwei Personen noch am Tatort, wie die Ausserrhoder Kantonspolizei in einer Mitteilung schreibt. Zwei weitere Personen, darunter die mutmasslich verantwortliche Täterschaft, wurden mit unbestimmten Verletzungen ins Spital gebracht.

Zu den Personalien der Beteiligten machte die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden auf Anfrage zunächst keine Angaben. Diese würden erst kommuniziert, sobald sie eindeutig geklärt seien.

Zwei Frauen getötet, ein 7-jähriges Kind verletzt

Wie die Polizei nun in einem aktuellen Communiqué vom Donnerstagnachmittag mitteilt, handelt es sich um ein Tötungsdelikt mit einem Messer in einer Wohnung im Gebiet Sölzer. Eine 48-jährige Bewohnerin russischer Staatsangehörigkeit sowie eine weitere Frau, die sich gemäss aktuellen Erkenntnissen als Besucherin in der Wohnung aufhielt, erlitten tödliche Stich- und Schnittverletzungen.

Die 7-jährige Tochter der Bewohnerin, Schweizer Staatsbürgerin, wurde mit unbestimmten Verletzungen ins Spital gebracht. Beim mutmasslichen Täter handelt es sich um einen 23-jährigen türkischen Staatsangehörigen aus der Region, der ebenfalls mit Schnittverletzungen hospitalisiert wurde. In welcher Beziehung der Mann zu den Opfern stand, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Das sagt Urnäschs Gemeindepräsident

«Die Betroffenheit ist riesig», sagt Urnäschs Gemeindepräsident Peter Kürsteiner. Nachdem so viele Einsatzfahrzeuge durchs Dorf gefahren seien, habe man geahnt, dass etwas Schwerwiegendes vorgefallen sein musste. «Die Ungewissheit, was passiert ist, ist belastend», so Kürsteiner.

Im Einsatz standen mehrere Patrouillen und Fachdienste der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden, eine Patrouille der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden sowie der Rettungsdienst mit medizinischem Fachpersonal und Notarzt. Die Ermittlungen zu den genauen Tatumständen wurden unter der Leitung der Staatsanwaltschaft aufgenommen und werden durch das Institut für Rechtsmedizin des Kantonsspitals St.Gallen unterstützt.