Ein klares Nein zur Neutralitätsinitiative | W&O

Region / Schweiz vor 1 Stunde

Ein klares Nein zur Neutralitätsinitiative

Elsbeth Schrepfer und Elisabeth Ackermann kommen bezüglich der Neutralitätsinitiative zu einem anderen Schluss als Peter Sutter. Neutralität bedeute auch, sich für Frieden und Völkerrecht einzusetzen, schreiben sie.

Von Elsbeth Schrepfer und Elisabeth Ackermann
aktualisiert vor 1 Stunde

Leserbrief: «Dem Krieg ein Ende setzen und Neutralität bewahren», Ausgabe vom 10. September

Peter Sutter aus Buchs hat sich entschieden, die Neutralitätsinitiative zu unterstützen. Wir können nicht verstehen, wie er zu dieser Auffassung kommt. Für uns gibt es ein klares Nein.

Selten gab es in einem Abstimmungskampf so viel Desinformation wie bei der sogenannten Neutralitätsinitiative. In der ganzen Schweiz sieht man Friedenstauben – als stünde bei dieser Abstimmung die Frage im Zentrum: Frieden – ja oder nein?

Gleichzeitig versucht das Putin-Regime, den Abstimmungskampf zu beeinflussen. Putins Interesse an einer Annahme der Initiative ist klar: Sanktionen müssten aufgehoben werden. Damit könnten Blocher und seine Milliardärsfreunde als einziges Land in Europa über die Schweiz wieder ungehindert ihre Geschäfte machen.

Doch Neutralität heisst nicht Verantwortungslosigkeit. Sie bedeutet, sich für Frieden und Völkerrecht einzusetzen. Denn wer wegschaut, während Putin die Ukraine bombardiert, ist nicht neutral. Gerade als kleines Land hat die Schweiz ein grosses Interesse an einer Welt, in der Regeln gelten – und nicht das Recht des Stärkeren.

Elsbeth Schrepfer, Sardonaweg 7, 9475 Sevelen;
Elisabeth Ackermann, Profason, 9476 Fontnas