Leserbrief: Die SP Wartau spricht sich für die Bahnhaltestelle Fährhütte aus | W&O

30.03.2022

Leserbrief: Die SP Wartau spricht sich für die Bahnhaltestelle Fährhütte aus

Die Gemeinde Wartau ist seit rund zehn Jahren überhaupt nicht mehr an das Bahnnetz angeschlossen. Das sind keine guten Perspektiven für die Zukunft, findet die SP Wartau.

Von Leserbrief
aktualisiert am 28.02.2023
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  Mobilität hat in der Bevölkerung einen grossen Stellenwert. Die Folge davon ist der rasant zunehmende Verkehr. Vor allem der Individualverkehr wird zu einer zunehmenden Belastung. Die Staumeldungen im Radio werden fast wöchentlich länger. Es ist offensichtlich, dass unsere Strassen das immer grössere Verkehrsaufkommen nicht mehr schlucken können. In Zukunft muss daher dem öffentlichen Verkehr, insbesondere der Bahn, mehr Bedeutung zukommen. Die Gemeinde Wartau ist seit rund zehn Jahren überhaupt nicht mehr an das Bahnnetz angeschlossen. Das sind keine guten Perspektiven für die Zukunft. Jetzt besteht die Chance, zumindest in Trübbach die Verbindung wieder herzustellen und an den Entwicklungen des Bahnnetzes (S-Bahn) im Rheintal teilzunehmen. In Wartau stehen wir deshalb vor einer wichtigen, grundsätzlichen Weichenstellung. Es mag ja sein, dass die Inbetriebnahme einer Haltestelle nicht auf einen Schlag einen gewaltigen Umsteige­effekt auslösen wird. Längerfristig aber ist der Beitrag der Gemeinde an die Haltestelle eine wichtige Investition, welche der Stellung und der Bedeutung der Gemeinde gut tun wird. Wenn schon Bund und Kanton bereit sind, jetzt rund 13 Millionen Franken in der Gemeinde Wartau für den öffentlichen Verkehr, dem die Zukunft gehört, zu investieren, ist das eine Chance, die genutzt werden muss. Sie wird, davon muss man ausgehen, nicht so schnell wieder kommen. Was gegen die Vorlage aufgeführt wird, ist wenig überzeugend und nicht zukunftsgerichtet. Die Diskussion über den Standort der Haltestelle ist hinfällig. Der Entscheid ist gefällt. Es wäre fahrlässig, das ganze Projekt in Frage zu stellen, weil man mit dem Entscheid nicht einverstanden ist. Der Einwand, dass Werktätige nicht von einem Tag auf den andern vom Auto auf den Zug wechseln würden, mag ja zutreffen, solange in unserer Region auf der Strasse noch freie Fahrt herrscht. Es besteht aber überhaupt keine Gewissheit darüber, dass das in einigen Jahren in Anbetracht der anhaltenden Verkehrszunahme noch so sein wird. Erfahrungen in andern Regionen zeigen, wohin die Entwicklung führen kann. Für die SP Wartau steht bei dieser Vorlage das Grundsätzliche und Zukunftsgerichtete im Vordergrund. Sie empfiehlt deshalb, der Vorlage zuzustimmen. SP Wartau, Paul Schlegel, Bruno Willi