Am 14. Juni entscheiden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der politischen Gemeinde Sennwald über das Projekt einer neuen Mehrzweckdoppelturnhalle bei der Schule Türggenau Salez. Ebenso entscheiden wir aber auch über die finanziellen Konsequenzen daraus.
Wie schon beim ersten überrissenen Projekt für das Schwimmbad, wird auch jetzt wieder aus dem Vollen geschöpft. Ein Projekt mit Gesamtkosten von über 28 Millionen Franken hat die Sprengkraft unserer finanziellen Möglichkeiten und ist im Vergleich mit ähnlichen Projekten überrissen. Dabei sind die Kosten des Rückbaus der alten Turnhalle noch nicht berücksichtigt, obwohl dies ebenfalls zum Gesamtprojekt gehören sollte. Niemand weiss bis jetzt, welche finanziellen Folgen dies auch noch haben wird.
Wir sind zwar immer noch in der beneidenswerten Lage einer guten Steuerkraft unserer juristischen und privaten Personen. Trotzdem schöpft unsere Gemeinde jetzt schon jährlich über 5 Millionen aus den Reserven ab. So verringert sich das Eigenkapital von heute 39 Millionen auf voraussichtlich circa 8,5 Millionen bis 2030. Natürlich darf das vorhandene Eigenkapital genutzt werden. Wenn es aber so dahinschmilzt, wie dies im letzten Geschäftsbericht dargestellt wird, sind schrittweise Steuererhöhungen schon ab nächstem Jahr unumgänglich. Der realistische Steuerfuss liegt heute schon über 100 Prozent.
Geben wir einer günstigeren Neubewertung unserer neuen Turnhalle eine zweite Chance und bringen unabhängig davon unsere Steuerstruktur ins Gleichgewicht. Die Mitte-Partei hat die Steuersenkungen immer unterstützt. Nun müssen wir verantwortungsbewusst auch für Steuererhöhungen einstehen, alles andere wäre fahrlässig.
Max Rudolf Michl, Läui 28, 4966 Sennwald, Präsident Die Mitte Sennwald
Mehrzweckdoppelturnhalle Türggenau: Steueroase ade